Julian Rachlin

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Beruf: Violinist
Geburtsjahr: 1974
Wurzeln: Litauen

Julian Rachlin war, unter der Leitung von Riccardo Muti, der jüngste Solist, der je zusammen mit den Wiener Philharmonikern gespielt hat.

Julian Rachlin wurde 1974 in Litauen geboren und wanderte mit seinen Musikereltern im Jahre 1978 in seine Wahlheimat Österreich aus. Am Konservatorium Wien studierte er unter dem angesehenen Pädagogen Boris Kuschnir und nahm Privatstunden bei Pinchas Zukerman. 1988 erntete er über Nacht internationale Lobeshymnen, als er im Rahmen des Eurovisionswettbewerbes im Concertgebouw in Amsterdam den begehrten “Young Musician of the Year”-Preis gewann. Nach diesem Erfolg lud ihn Lorin Maazel zu seinem Debut bei den Berliner Festwochen mit dem Orchestre National de France sowie zu einer Tournee durch Europa und Japan mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra ein.
Er wurde daraufhin mit seinem Debut unter der Leitung von Riccardo Muti der jüngste Solist, der je zusammen mit den Wiener Philharmonikern gespielt hat.

Seit September 1999 ist Julian Rachlin Professor am Konservatorium Wien Privatuniversität und seit 2004 Markenbotschafter der Firma RADO. Julian Rachlin spielt die Violine “ex Carrodus” Guanerius del Gesù aus dem Jahre 1741, die ihm freundlicherweise von der Österreichischen Nationalbank zur Verfügung gestellt wird.

Julian Rachlin hat sich bereits einen Namen als einer der charismatischsten und spannendsten Violinisten seiner Generation gemacht. Er trat gemeinsam mit den internationalen Spitzenorchestern und Dirigenten auf und wird für seine kraftvollen und erfrischenden Interpretationen hoch gelobt. In den bedeutendsten Konzertsälen weltweit zollt ihm das Publikum regelmäßig stehende Ovationen und seine Auftritte führen umgehend zu erneuten Engagements. Als Anerkennung seines hervorragenden Talents erhielt er einen der angesehensten Preise für klassische Musiker, die internationale Auszeichnung „Accademia Musicale Chigiana“.

Er trat bereits gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern, dem London Symphony, New York Philharmonic, Philadelphia Orchestra, Los Angeles Philharmonic, Pittsburgh Symphony, der Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Münchner Philharmonikern, dem Orchestra Philharmonica della Scala, dem Orchestre de Paris, dem Philharmonia Orchestra London, dem San Francisco Symphony Orchestra, den St. Petersburger Philharmonikern und dem NHK Symphony auf und arbeitet auch weiterhin regelmäßig mit diesen zusammen. Unter den Spitzendirigenten hat Julian mit Vladimir Ashkenazy, Herbert Blomstedt, Myung-Whun Chung, Daniele Gatti, Bernard Haitink, Mariss Jansons, James Levine, Lorin Maazel, Sir Neville Marriner, Zubin Mehta, Yehudi Menuhin, Sir Roger Norrington, Krysztof Penderecki, André Previn, Mstislav Rostropovich, Michael Tilson Thomas, Esa-Pekka Salonen, Riccardo Muti und Wolfgang Sawallisch gespielt.

Zu den Höhepunkten seiner Saison 2008/2009 zählen Konzerte mit der Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Yannick Nezet-Seguin, den Wiener Philharmonikern, dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Gustavo Dudamel, dem Seattle Symphony Orchestra, dem Hong Kong Philharmonic Orchestra, dem Concertgebouw Orchestra unter der Leitung von Marris Jansons sowie eine Spanien Tournee mit den Wiener Symphonikern. Julian wird ferner mit seinem regulären Konzertpartner Itamar Golan auf der ganzen Welt spielen. Unter anderem werden die beiden im Wiener Musikverein den kompletten Beethoven Sonatenzyklus an drei Abenden interpretieren.

Im Jahre 2000 gab er die ersten Violakonzerte und zwischenzeitlich ist sein Bratschen-Repertoire ein fester Bestandteil seiner Auftritte. Julian ist ein leidenschaftlicher Kammermusiker und tritt regelmäßig mit seinem Duopartner, Itamar Golan, sowie Musikern wie Mischa Maisky, Martha Argerich, Yefim Bronfman, Gidon Kremer, Yuri Bashmet, Leif Ove Andsnes, Lang Lang, Sarah Chang, Janine Jansen und Maxim Vengerov auf, um hier nur einige wenige zu nennen. Er tritt häufig bei europäischen Festivals wie unter anderem in Salzburg, Verbier, Schleswig-Holstein, bei BBC Proms, in Luzern und bei der Salzburger Mozartwoche auf. Nach seinem erfolgreichen Auftritt im Rahmen des Dubrovnik Festivals im Sommer 2000 erhielt Julian Rachlin Gelegenheit zu einem eigenen Festival, “Julian Rachlin and Friends”. Heute ist es ein jährlich stattfindendes Festival, dessen internationales Renommee rasant zunimmt. Mehr Informationen unter www.rachlinandfriends.com

Zu Rachlins Einspielungen bei Warner Classics zählen das Brahms-Konzert und Mozarts Violinkonzert Nr. 3 mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Mariss Jansons sowie eine Kammermusik-CD (Schostakowitsch und Beethoven) auf der Violine und der Bratsche mit Itamar Golan – “vollkommen fasziniert von der reinen Brillanz seines Spiels auf diesen beiden CDs“ zeigt sich das BBC Music Magazine im September 2005. Seine frühen Aufnahmen im Rahmen des Sony Classical Labels umfassen das Sibelius-Violinkonzert und die Serenade mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter Lorin Maazel, das Saint-Saëns-Konzert Nr. 3 und das Wieniawski-Konzert Nr. 2 mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta sowie das Prokofjew-Konzert Nr. 1 und das Tschaikowski-Konzert mit dem Rundfunk-Symphonieorchester Moskau unter der Leitung von Vladimir Fedoseyev. Im Frühjahr 2007 veröffentlichte die Deutsche Grammophon die Streichtrioversion von Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen, aufgenommen mit Mischa Maisky und Nobuko Imai. Im Jahr 2007 begann Julian außerdem eine neue Zusammenarbeit mit ONYX Classics; als Erstes wurde im November 2007 bei dieser Plattenfirma eine CD mit Kammermusik von Schostakowitsch veröffentlicht, live eingespielt mit Mischa Maisky, Janine Jansen, Yuri Bashment und Itamar Golan im Musikverein Wien. Im Jahr 2009 wird Julians Aufnahme von Vivaldis Vier Jahreszeiten und Piazzollas Four Seasons of Buenos Aires zusammen mit dem Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks veröffentlicht.

Besuchen Sie Julian Rachlin im Internet: www.julianrachlin.com

Foto copyright: Manfred Baumann


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