Über das Projekt
Der Verein „Lernen aus der Zeitgeschichte“ wurde mit dem Projekt „A Letter To The Stars“ 2003 von Josef Neumayr und Andreas Kuba ins Leben gerufen. Im Projekt "A Letter To The Stars", dem größten und nachhaltigsten Zeitgeschichte-Projekt an Österreichs Schulen, haben in den vergangenen Jahren mehr als 50.000 SchülerInnen gemeinsam mit ihren LehrerInnen die Lebensgeschichten von Ermordeten und Überlebenden des Holocaust recherchiert, dokumentiert und einzigartige Gedenkveranstaltungen begangen.
Durch die Hunderten Begegnungen zwischen Jugendlichen und Überlebenden der Shoah ist auch die Idee zu dem neuen Projekt entstanden: projektXchange.
Das Österreichische Rote Kreuz ist seit 01.01.2012 der neue Projektträger für projektXchange. Projektinhalt und Projektzielsetzungen werden in der bewährten Form erhalten bleiben.
Wie aus A Letter To The Stars projektXchange wuchs
So wie die Begegnungen im Projekt "A Letter To The Stars" zu Freundschaften und Versöhnung über Generationen und Kontinente hinweg geführt haben und darüberhinaus mitgeholfen haben Verständnis und Zivilcourage zu fördern, so soll es jetzt möglich werden, dass durch Begegnungen österreichischer Jugendlicher mit Mitmenschen, die nach Österreich zugewandert sind, Verständnis, Toleranz und Offenheit gestärkt werden – dadurch, dass man sich kennen lernt, sich respektieren lernt und voneinander lernt.
projektXchange setzt in punkto Migration, Integration, „Ausländer“ neue, erfrischende Akzente und eröffnet andere, spannende Zugänge: Durch persönliches Kennenlernen des jeweils anderen, „Fremden“, werden Vorurteile, Ängste und Konflikte abgebaut und gegenseitiges Verständnis, Miteinander und Austausch gefördert.
Mit projektXchange ist es möglich Themenbereiche wie Toleranz, Vorurteile, Zivilcourage, Rassismus, Kulturunterschiede, Leben miteinander uvm. mit SchülerInnen auf unterschiedliche Arten zu erarbeiten. LehrerInnen und SchülerInnen haben die Chance einen Gast an ihre Schule einzuladen (BotschafterInnen), hinter die Kulissen von interkulturellen Einrichtungen und Partnerorganisationen zu blicken (Backstage) und sich über den Schulalltag hinaus sozial zu engagieren (Dein soziales Engagement).
BotschafterInnen der Integration
„Durchs Reden kommen die Leute zusammen, das habe ich in Wien gelernt. Und das lebe ich.“ (Ali Rahimi, pXc-Botschafter)
Persönlichkeiten mit Migrationshintergrund tauschen mit SchülerInnen ihre persönlichen Erfahrungen aus. Mehr als 150 Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft, Gesellschaft, Sport, Wissenschaft, Medien und Unterhaltung berichten in Österreichs Schulen über ihren Background, ihre Migration und Integration, ihre persönlichen Konflikte und Lösungen – als BotschafterInnen der Integration.
Mit ihrer persönlichen Geschichte möchten sie zum einen als „role models“ vermitteln, dass es möglich und wichtig ist, trotz aller Schwierigkeiten in der neuen, zunächst fremden Heimat seinen Weg zu gehen, sich zu integrieren und dabei seine eigene Identität zu behalten. Indem sie mit Jugendlichen über ihr Leben sprechen, zeigen sie Chancen und Potentiale auf, motivieren und animieren SchülerInnen sich Ziele zu stecken und diese mit Engagement zu verfolgen. Zum anderen wollen sie SchülerInnen darauf aufmerksam machen, dass nur ein offenes Miteinander und kein Nebeneinander oder gar Gegeneinander, zu einem fruchtbaren Austausch, von dem alle profitieren, führen kann. Die Begegnung mit den BotschafterInnen der Integration soll mithelfen, aufeinander zuzugehen und den Anderen besser zu verstehen.
Die BotschafterInnen der Integration freuen sich auf Ihre Einladung!
Backstage
„Fremde sind Freunde, die man noch nicht kennengelernt hat.“
SchülerInnen lernen ihre "fremden" Nachbarn kennen und haben die Gelegenheit einmal hinter die Kulissen zu blicken – die Moschee, das Okto‐TV Studio, den Jugendklub, das Afrika Zentrum, den jordanischen Kalligraphen und viele andere Partnerinstitutionen!
Fremdenfeindlichkeit oder tatsächliche Probleme mit „Ausländern“ – wie z.B. Konflikte zwischen SchülerInnen mit und ohne Migrationshintergrund – können nicht durch Schönreden oder Negieren und erst recht nicht durch Schüren von Ängsten und Vorurteilen gelöst werden. Dies ist nur möglich, indem sich die einander „Fremden“ kennenlernen. Diese Annäherung kann auf unterschiedliche Arten stattfinden. So gibt es bei projektXchange neben der Einladung eines/r BotschafterIn der Integration auch die Möglichkeit selbst den „fremden Nachbarn“ oder die „fremde Einrichtung“ in der Nähe zu besuchen.
Ziel ist es durch persönliches Kennenlernen des jeweils anderen Vorurteile, Ängste und Konflikte abzubauen und Toleranz, Verständnis und Austausch zu fördern. Indem die SchülerInnen mit einer unbekannten Institution, einem/r unbekannten NachbarIn Kontakt aufnehmen, einander kennenlernen und Interesse für einander entwickeln, können diese Barrieren überwunden werden.
Vielleicht gelingt dies am Besten, wenn man etwas gemeinsam "tut": ein Fest feiert, einen Ausflug unternimmt, eine "gegenseitige" Führung durchführt, einen Flohmarkt veranstaltet, ein Essen zubereitet, eine Filmvorführung, ein Straßenfest, ein Fußballspiel, eine Diskussions-Veranstaltung oder ein Konzert besucht u.v.m. und dadurch aus Fremden tatsächlich Freunde werden.
Dein Soziales Engagement
„Wer mit den Augen eines anderen sehen, mit den Ohren eines anderen hören und mit dem Herzen eines anderen fühlen kann, der zeichnet sich durch Gemeinschaftsgefühl aus.“ (Alfred Adler)
Im Rahmen von projektXchange gibt es für einzelne Jugendliche, die sich über den Schulalltag hinaus sozial engagieren wollen, die Möglichkeit sich unter dem Dach unserer karitativen Kooperationspartner zu engagieren.
Neben dem Projektträger, dem Roten Kreuz, laden weitere Kooperationpartner SchülerInnen ein, sich in ihrer Nähe persönlich mit und für Menschen einzusetzen - etwa, indem sie bei der Betreuung von Flüchtlingen mitwirken, Kindern oder auch alten Menschen helfen, Deutsch zu lernen, jungen MigrantInnen ihre Stadt / ihren Ort zeigen, oder einfach, indem sie Freundschaften knüpfen.
Interessierte SchülerInnen oder deren Lehrer können das Team von projektXchange kontaktieren. Wir suchen gerne gemeinsam die passende Einsatzmöglichkeit vor Ort.
Unsere Rot Kreuz Kooperationspartner sind: Caritas, Land der Menschen Oberösterreich, Diakonie, Grenzenlos, Hilfswerk,
Samariterbund, Volkshilfe.
















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