Religionszugehörigkeit
Im Rahmen der Volkszählung des Jahres 2001 wurde letztmalig eine Vollerhebung der religiösen Zugehörigkeit der Bevölkerung Österreichs durchgeführt. Damals waren knapp drei Viertel der Gesamtbevölkerung römisch-katholisch. Mit einem Anteil von rund 12% stellten die Personen ohne Religionsbekenntnis bereits die zweitstärkste Gruppe dar, gefolgt von den Einwohnern mit evangelischem und islamischem Religionsbekenntnis, die jeweils etwa 4% bis 5% der Gesamtbevölkerung ausmachten.
Im Gegensatz zur Gesamtbevölkerung gehört nur etwa ein Viertel der ausländischen Staatsbürger der römisch-katholischen Glaubensgemeinschaft an. Das unter den in Österreich lebenden Ausländer/-innen am weitesten verbreitete Glaubensbekenntnis ist der Islam. Im Jahr 2001 gaben mehr als ein Drittel aller ausländischen Staatsangehörigen an, dieser Religionsgemeinschaft anzugehören. Darüber hinaus ist der Anteil der Mitglieder der orthodoxen Glaubensgemeinschaften unter den Ausländer/-innen mit rund 20% überdurchschnittlich hoch.
Trends der vergangenen drei Jahrzehnte
In den letzten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts kam es zu einem Rückgang der Anzahl und des Anteils von Personen mit römisch-katholischem, evangelischem oder altkatholischem Bekenntnis. Die Zahl der Angehörigen der israelitischen Kultusgemeinde stagnierte weitgehend, während die Bevölkerungsgruppe ohne religiöses Bekenntnis zwischen 1971 und 2001 einen starken Anstieg verbuchen konnte. Den stärksten Zuwachs verzeichnete jedoch die islamische Glaubensgemeinschaft, deren Mitgliederzahl sich innerhalb von drei Jahrzehnten – von einem sehr niedrigen Ausgangsniveau aus – mehr als verzehnfachten.

Quelle:
"Integration - Zahlen Daten Fakten"
Jahrbuch 2008 / ISBN 978-3-9502519-0-6
Bundesministerium für Inneres
Herrengasse 7, 1014 Wien
Österreichischer Integrationsfonds
Schlachthausgasse 30, 1030 Wien
STATISTIK AUSTRIA, Bundesanstalt Statistik Österreich
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