Wohlstand und Arbeitslosigkeit
Migrant/-innen sind häufiger arbeitslos
Die Arbeitslosenquote der ausländischen Staatsangehörigen lag nach nationaler Definition im Jahr 2007 mit rund 9% deutlich über jener der Österreicher/-innen (5,5%). Türkische Staatsangehörige waren mit einer Quote von fast 12% am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen, gefolgt von Bürger/-innen sonstiger Nicht-EU-Staaten mit rund 11%. Angehörige der Nachfolgestaaten Jugoslawiens hatten eine Arbeitslosenquote von 9,5%, wogegen die Arbeitslosigkeit der EU-/EWRBürger/-innen und Schweizer/-innen mit etwas über 6% nur geringfügig höher war als die der Österreicher/-innen.

Jugendarbeitslosigkeit nach Geburtsland
Den Ergebnissen des Mikrozensus zufolge lag die Arbeitslosenquote der 15- bis 24-Jährigen (nach EU-Definition) im Jahr 2006 bei rund 9%. Allerdings war sie bei im Ausland geborenen Personen mit über 20% erheblich höher. Besonders betroffen von Jugendarbeitslosigkeit waren in der Türkei (22%) sowie dem ehem. Jugoslawien (17%) geborene Jugendliche. Hingegen wiesen in Österreich geborene Jugendliche deutlich niedrigere Arbeitslosenquoten von etwa 8% auf.
weitere Infos und größere Darstellung der Grafik...
Sozio-ökonomische Situation
Niedrigeres Lohnniveau von Migrant/-innen

Im Jahr 2005 verdienten Migrant/-innen im Schnitt nur rund 90% des durchschnittlichen Nettojahreseinkommens der Gesamtbevölkerung, wogegen Österreicher/-innen 102% zur Verfügung standen. Den höchsten Netto-Verdienst wiesen mit 104% Bürger der EUStaaten (Beitritt vor 2004) auf. Hingegen lag das Lohnniveau von Staatsangehörigen der Türkei sowie der seit 2004 beigetretenen EU-Staaten jeweils bei knapp unter 90% des Durchschnitts. Noch niedriger lag der Lohn für Staatsangehörige des ehem. Jugoslawiens (86%) und anderer Staaten (82%).
Höhere Armutsgefährdung von Migrant/-innen
2006 waren 13% der Bevölkerung armutsgefährdet. Als armutsgefährdet werden jene Personen bezeichnet, deren gewichtetes Haushaltseinkommen unter 60% des Medians des Durchschnittseinkommens liegt. Kommen zum niedrigen Einkommen noch andere Merkmale wie Zahlungsrückstände, weitere Infos und größere Darstellung der Grafik...
Quelle:
"Integration - Zahlen Daten Fakten"
Jahrbuch 2008 / ISBN 978-3-9502519-0-6
Bundesministerium für Inneres
Herrengasse 7, 1014 Wien
Österreichischer Integrationsfonds
Schlachthausgasse 30, 1030 Wien
STATISTIK AUSTRIA, Bundesanstalt Statistik Österreich
Guglgasse 13, 1110 Wien















![[X]](img/closebutton.png)