Projektbeschreibung

„Fremde sind Freunde, die man noch nicht kennengelernt hat.“

SchülerInnen lernen ihre "fremden Nachbarn" kennen und haben die Gelegenheit einmal hinter die Kulissen der Moschee, des Okto TV Studios, des österreichischen Roten Kreuzes, des Jugendklubs, des Afrika Zentrums und vielen anderen Backstagepartner zu blicken!           

Fremdenfeindlichkeit oder zwischenmenschliche Probleme – wie z.B. Konflikte unter Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund – können nicht durch Schönreden oder Negieren und erst recht nicht durch Schüren von Ängsten und Vorurteilen gelöst werden. Dies geht nur, indem sich die einander „Fremden“ kennenlernen. Diese Annäherung kann auf unterschiedliche Arten stattfinden. So gibt es bei projektXchange neben der Einladung eines/r BotschafterIn der Integration auch die Möglichkeit, selbst den „fremden Nachbarn“ oder die „fremde Einrichtung“ in der Nähe zu besuchen.

Ziel

Ziel ist es durch persönliches Kennenlernen des jeweils anderen Vorurteile, Ängste und Konflikte abzubauen und Toleranz, Verständnis und Austausch zu fördern. Indem SchülerInnen mit einer unbekannten Institution, einem/r unbekannten NachbarIn Kontakt aufnehmen, können sie einander kennenlernen und Interesse für einander entwickeln.

Vielleicht gelingt dies am Besten, wenn man gemeinsam: ein Fest feiert, einen Ausflug unternimmt, dem Anderen das Eigene näher bringt, ein Essen zubereitet, eine Filmvorführung, ein Straßenfest, ein Fußballspiel, eine Diskussionsveranstaltung, ein Konzert besucht u.v.m. - so können aus Fremden Freunde werden.

Ablauf

Zunächst ist es erforderlich, sich auf unserer Homepage www.projektXchange.at anzumelden, woraufhin sich das projektXchange-Team  umgehend mit Ihnen in Verbindung setzt. Die SchülerInnen haben möglicherweise schon genauere Vorstellungen, welche Begegnung sie organisieren möchten. Betreut durch das projektXchange-Team, kann in der Umgebung der Schule ein geeigneter Partner z.B. eine afrikanische Kirche, das Integrationshaus, der serbische Kulturverein, der türkische Fußballklub, in dem vielleicht sogar MitschülerInnen spielen oder auch einer unserer Medienpartner (ORF, Ö3, FM4, NEWS, Okto TV, Radio Afrika) gefunden werden. Wir haben eine Vielzahl an Backstagepartnern, die von Schulklassen besucht werden können und wir freuen uns auch sehr über eigene Vorschläge.

Zum Beispiel könnten das:

• die BetreiberInnen des "ausländischen" Supermarkts im Ort
• die Mitglieder des Kultur- oder Sportvereins
• die MitarbeiterInnen des chinesischen, griechischen, kroatischen etc. Restaurants
• die BewohnerInnen des Flüchtlingsheims
• die Eltern von MitschülerInnen mit Migrationshintergrund, u.v.m. sein.

Sobald Sie sich für eine Begegnung mit den "fremden" Nachbarn interessieren (gleich, ob Sie selbst bereits wissen, wohin Sie mit Ihren SchülerInnen gehen wollen oder dies erst besprechen wollen), engagiert sich das Projektteam, um die Begegnung (mit) zu organisieren, (mit) vorzubereiten, und (mit) zu helfen, dass diese für alle Teilnehmer erfolgreich verläuft.

Tipp: Lesen Sie das Feedback anderer Schulen und holen Sie sich so Ideen!

Sobald der Kontakt zwischen SchülerInnen und dem Backstagepartner erfolgt ist, kann auch schon mit den Vorbereitungen begonnen werden.

Vorbereitungen

Die SchülerInnen werden sich in der Vorbereitung mittels unterschiedlicher Methoden mit Themen wie Rassismus, Zivilcourage, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Toleranz, Vorurteile, Leben miteinander, Kulturunterschiede uvm. auseinandersetzen. Je nach Altersgruppe können diese Inhalte unterschwellig oder sehr konkret behandelt werden. Gerade bei kleineren Kindern eignet sich das Medium des Spiels sehr gut. Bei Jugendlichen empfehlen wir Diskussionsrunden.
Die intensive Beschäftigung rund um diese Themen stellt eine wichtige Grundlage für eine wertvolle und nachhaltige Projektteilnahme dar.

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Vorbereitungszeit umfasst eine Recherche rund um den Backstagepartner . Vielleicht können MitschülerInnen, aufgrund ihrer Familien, ihrer Herkunft oder ihrer persönlichen Erfahrung einen speziellen Beitrag zu den Vorbereitungen leisten.

Nachbereitung

Für eine nachhaltige Wirkung der Teilnahme bei projektXchange ist es sehr wichtig, mit den SchülerInnen nochmals auf die Vorbereitungen, den Besuch und die dabei entstandenen Eindrücken zurückzublicken. Es sollte in der Klasse besprochen werden, was jeder/e Einzelne aus der Begegnung mitnehmen, welche Erkenntnisse er/sie gewinnen konnte und welche Veränderungen in der Wahrnehmung sich eventuell vollzogen haben. Aber natürlich sollte auch Platz sein für Gespräche darüber, was nicht so gut gefallen hat bzw. welche Erwartungen nicht erfüllt wurden. Durch die Nachbearbeitung findet eine vertiefende Auseinadersetzung mit den gesellschaftlich relevanten Themen des Projekts statt und sie ist unumgänglicher Bestandteil der Teilnahme. Diese Gedanken werden in einem schriftlichen Feedback der SchülerInnen und LehrerInnen zusammengefasst und mit Fotos ergänzt.

Die Ergebnisse der Recherche in der Vorbereitung, der Besuch selbst und die Nachbereitung werden von den SchülerInnen auf www.projektXchange.at multimedial dokumentiert und so einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Jede Schule, die bei projektXchange mitarbeitet, erhält einen eigenen Zugang zur Seite.
Die Projektergebnisse (Berichte, Bilder, Audiofiles, Videos, Blogs etc.) können von LehrerInnen und SchülerInnen in einfachen Schritten jederzeit online bearbeitet und publiziert werden.

Möchten Sie sich auf eine andere Art und Weise mit den Themen des Projekts weiterführend beschäftigen, empfehlen wir die Teilnahme an unserem Punkt „BotschafterInnen“.


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